Pastéis de Nata sind kleine Blätterteig-Törtchen gefüllt mit einer selbst gemachten Puddingcreme und schmecken am besten ofenwarm mit Zimt bestreut. Entdeckt habe ich die kleinen Köstlichkeiten bei einer Reise nach Lissabon, das uns mit seinen Kacheln-verzierten Häuserfassaden…

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den kleine verwinkelte Gassen zum Verlaufen…

…und natürlich dem Essen, verzaubert hat. In einem kleinen Bistro mitten in Baixa, dass weniger von Touristen und um so mehr von Einheimischen besucht wird, tauchten wir ab in die Welt der „Pastéis“ –kleine Blätterteig-Törtchen, Kugeln und Pasteten, die mal mit süßem Pudding, mal mit Hähnchen gefüllt sind und- so schien es mir zumindest- auf den ersten Blick alle gleich aussahen. Also fragte ich die Bäckereiverkäuferin:

„Es sem carne?“, also welche der Leckereien ohne Fleisch seien.
„No carne, es chicken!“
Ach so…

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Wir probierten uns durch und zogen schließlich weiter zur berühmten Konditorei Pastéis de Belém. Dort hatten wir Glück: noch ganz frisch und warm, duftend aus dem Ofen, durften wir probieren. Zusammen mit einem Galão (portugiesischer Milchkaffee) das perfekte Frühstück!

Zuhause habe es ich dann einmal ohne Rezept versucht, die Törtchen nachzumachen, aber daraus sind eher kleine Käsekuchen geworden. (Auch lecker!) Zufällig bin ich später auf dieses Rezept für Pastéis de Nata gestoßen und diesmal hat’s geklappt:

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Pastéis de Nata

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Für 6-8 Stück braucht ihr diese

Zutaten

  • 1 Rolle Blätterteig
  • 1 Ei
  • 2 Eigelbe
  • 120g Zucker
  • 2 EL Maisstärke
  • 400g Milch
  • Prise Zimt, Vanille und Muskat
  • Zitronenabrieb von Bio-Zitrone (wer hat)
  • Butter zum bestreichen
  • Muffinblech oder Glasförmchen

23-1  Muffinformen mit Butter bestreichen. Blätterteig ausrollen und mit einem Glas Kreise ausstechen, die groß genug sind um die Förmchen gut auszufüllen. Wenn es zu knapp war, kann man den Kreis auch als Boden für die Törtchen nehmen und dann nochmal einen 3-4cm breiten Rand vom Blätterteig abschneiden und diesen dann in die Form legen und zum Boden festdrücken.
-> Dann das Blech kühl stellen- Kühlschrank oder Balkon 😉

23-2 Ein Ei, zwei Eigelbe, Zucker und Maisstärke in einem Topf gut miteinander verrühren. Dann Milch und Gewürze hinzugeben und noch einmal alles gut vermischen.

23-3 Bei geringer Hitze die Mischung unter ständigem Rühren langsam (und das kann schon 20-30 Minuten dauern) erwärmen. Hier ein Tipp von Clemens von clemenskocht: „Eine gute Füllung braucht Zeit – die geringe Hitze ist dabei sehr wichtig, denn die Eier neigen dazu schnell zu Rührei zu werden.“ Wenn der Pudding anfängt einzudicken, die Hitze langsam erhöhen und weitere 5min gut Rühren.

23-4 Dann Zitronenabrieb einrühren und den Pudding mit Folie bedecken. So wird verhindert, dass sich eine Haut bildet. Dann den Pudding abkühlen lassen.

23-5Nun den Pudding in die kleinen Teigförmchen füllen und bei 220 Grad ca. 20 Minuten backen. Der Teig sollte leicht gebräunt sein und die Füllung leicht karamellisieren.

Und so sieht das Ergebnis aus:


Bon Appétit!

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